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Von der Luftwaffe zur Infanterie - ein Erlebnisbericht

26. Oktober 2023
von Simon R.

<Dieser Artikel auf auf Bundeswehr.de>

Was jetzt? Diese Frage stellte ich mir Anfang 2020. Meine Ausbildung und Fortbildungen waren abgeschlossen, ich hatte einen festen Job, eine Partnerin und das Haus war fertig umgebaut. Fußball? Nicht mein Ding. Angeln? Zu ruhig. Computerspiele? Kein Interesse. Doch da war diese eine Sache in meinem Hinterkopf, die immer mal wieder aufkam. Die Erinnerung an meinen Wehrdienst 2004. Ich hatte zwar mal dran gedacht, mir die Reserve anzuschauen, aber entweder habe ich mich rausgeredet, keine Zeit zu haben oder aber die wenigen Infos, die ich fand, sagten mir nicht zu - nach dem Motto 3S: saufen, schießen, Schlauchboot fahren. 

Aber dann erzählte mir ein Arbeitskollege von seinem Reserveposten bei den Fallschirmjägern. Das war alles andere als 3S! Bei ihm informierte ich mich und erfuhr somit mehr über die Reserve. Dies bereitete mir jedoch auch etwas Bedenken, denn meinen Wehrdienst hatte ich bei der Luftwaffe in einem technischen Bereich abgeleistet. Alles andere also als die aufregende Infanterie, deren „Dinge tun“ mich jedoch ansprach.


Mein Kollege ermutigte mich und schickte mir einen Artikel über eine Einheit in Oldenburg. „Meld dich da mal. Die Jungs sind gut!“ waren seine Worte. Denn zusammen in der gleichen Einheit hätte aus beruflichen Gründen nicht funktioniert, da wir in derselben kleinen Abteilung saßen.


Um mich vorzubereiten, kontaktierte ich jedoch zuerst die ortsansässige Reservistenkameradschaft. Dann ging es plötzlich sehr schnell. Ich war Reservist und hatte schon einen Satz Uniform erhalten. Nun fühlte ich mich der Aufgabe gewachsen, den nächsten Schritt zu machen und kontaktierte per Mail das Unterstützungsbataillon Einsatz 1 in Oldenburg. Schnell erhielt ich eine Antwort mit diversen Fragen zu meinem medizinischen Status, ob ich schon mal geübt hätte etc. und einer Auflistung der geplanten Übungen. Geplant, denn es war April 2020 und Corona war in vollem Gange. Doch bei einem Telefonat, mit dem Bataillonskommandeur persönlich, konnten wir alles klären. Ich würde Bescheid bekommen, wenn es die Situation zulasse und ich mich persönlich vorstellen könne. „Den Rest klären wir vor Ort“, sagte der Kommandeur. Und schon im Juni 2020 konnte ich an meiner ersten Reservedienstleistung teilnehmen.



Coronabedingt lief diese Übung aber doch etwas anders ab. Dennoch spürte ich, dass dies das Richtige für mich war. Nach der ersten Übung erfolgte eine weitere und das Resümee war wohl, dass der Typ mit den Luftwaffenschwingen zu gebrauchen sei.


In der Hochzeit von Corona organisierte das Bataillon diverse digitale Ausbildungs-Abende. Denn 2021 waren wir für die Ausbildung zum Jäger (Infanteristen) vorgesehen, die in Modulen ein Jahr dauert. Im April 2021 ging es dann los. Wir wurden in Gruppen eingeteilt die, soweit es die Lage zuließ, für den Rest des Jahres zusammenbleiben sollten. Da wir alle einen komplett unterschiedlichen Hintergrund hatten, fing die Ausbildung ganz von vorne an. Grundlagen wie Schützenreihe und Schützenrudel, Funkgerät, Karte, Kompass, Waffenausbildung an MG, Panzerfaust und Handgranate, Marschieren, Biwak, Alarmposten aber auch Höhepunkte wie Häuserkampf.




So kämpften wir uns durch die Wochenenden und, damals noch, zwei Wochen am Stück durch den Übungsplatz (heutzutage 2 x 1 Woche). Das alles unter Coronabedingungen. Das machte die Sache nicht einfacher. Ich spreche wahrscheinlich nicht nur für mich, aber jeder hatte wahrscheinlich in dieser Zeit immer mal wieder diesen Augenblick, in dem man denkt: „Was tue ich hier eigentlich?!“.


Dies kann nachts im Alarmposten sein, nach einem langen Tag oder wenn man die Erdziellafette trägt. Doch wenn man es geschafft und nicht aufgegeben hat, erfüllt es einen mit Stolz. Und schon am Tag nach der letzten Übung dachte ich mir, dass ich schon wieder los könnte.



Das Jahr vergeht. Wir nähern uns der finalen Übung. Unser Auftrag: Spähtrupp zu Punkt X. Dieser Spähtrupp wird mit Aufgaben gespickt. Erkunden der Straße auf Sperren oder IEDs, orientieren, Verwundetentransport, Feuerkampf u.v.m. In der Dunkelheit erreichen alle Spähtrupps eine Wiese, die vom Feuerschein erleuchtet ist. Das Bataillon ist im Fackelschein angetreten. Die Anwärter, die alle Module absolviert haben, werden einzeln aufgerufen. Der S3 überreicht mir mein Barettabzeichen - das goldene Eichenlaub der Jägertruppe. Dann der letzte Auftrag. Die fertig ausgebildeten Kameraden des Alphazuges stehen in einem langen Korridor aufgereiht.


„Hauptgefreiter! Geradeaus diese Richtung, die ich zeige, beim Kompaniechef melden! Mit Stimme!“


Ich durchschreite den Korridor. Die Kameraden beglückwünschen mich durch einen Schulterschlag. Am Ende nehme ich Haltung vor meinem Kompaniechef ein und melde mich lautstark in die „Bruderschaft der Jäger“. Geschafft. Nun ist man endgültig Teil des Bataillons.



Als alle Kameraden durch das Ehrenspalier gegangen sind, beglückwünscht man sich. Man lernt die ersten Kameraden des Alphazuges kennen und weiß direkt: es hat sich gelohnt.


Ab jetzt darf man das grüne Barett und die grünen Litzen tragen. Im Alphazug der ausgebildeten Jäger wird die Ausbildung, die man zuvor erhalten hat, vertieft, gefestigt und erweitert. Zuvor machte ich mir Gedanken, ob die „alten Hasen“ uns überhaupt akzeptieren. Völlig zu Unrecht, wie sich schnell heraus stellte. Sie nahmen uns auf, als wären wir schon immer in ihrem Zug gewesen. Wir lernten schnell Neues von ihnen. Was kann ich an Ausrüstung weglassen bzw. ersetzen, was sollte ich zusätzlich unbedingt mitnehmen. Aber auch wir konnten etwas Neues mit einbringen. Denn man lernt nie aus. Mit jeder Übung werden wir besser und machen neue Erfahrungen.



Das Bataillon versucht, wie es Raum, Zeit, Mittel und Kräfte zulassen, uns immer wieder etwas Neues zu bieten, um uns zu fordern. Denn nichts ist so beständig wie die Lageänderung. So richten wir uns in verlassenden Gebäuden zur Verteidigung ein, fahren mit Sturmbooten, schießen Panzerfaust, kämpfen im urbanen Gelände, bezwingen die Ortskampfbahn in Hammelburg, schlafen draußen, in Häusern, alten Bunkern oder Containern, erhalten Fremdwaffenausbildungen, Waldkampf u.v.m. Sogar einen Hubschrauberflug gab es schon, so erzählen „die Alten“ immer wieder.



Für mich und sechs weitere Kameraden gab es im Jahr 2023 dann etwas ganz Besonderes. Wir waren auf dem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz und übten den Waldkampf. Am letzten Abend wurde ich und einige andere Kameraden in einen Raum gerufen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir in der engeren Auswahl sind, für eine Übung bei unseren Truppenpartnern in Großbritannien, dem Royal Anglian Regiment. Es könnten leider nicht alle mitkommen, aber wir würden zu denen gehören, die dafür ausgewählt wurden und das an sich ist schon eine Ehre. Um uns vorzubereiten, versorgte uns unser POC Fähnrich H. regelmäßig mit Informationen. Wir absolvierten sogar den von den Briten geforderten „Weapons Handling Test“ am SA80 Sturmgewehr im Sennelager.



Im Oktober 2023 war es dann so weit. Mit sieben Kameraden fuhren wir mit zwei Kleinbussen ins Herz von England nach Upper Hulme. Das Wetter war uns nicht wohlgesonnen: Unwetterwarnung, Starkregen, Überschwemmungen und Sturm. Die Landschaft unbeschreiblich beeindruckend. Zu unserem Glück beruhigte sich das Wetter über Nacht und wir konnten, wenn auch eingekürzt, zusammen mit den Briten üben. Danach waren uns alle einig: Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Was als nächstes kommt, weiß ich natürlich nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich dabei sein werde, wann immer es geht. Ich möchte hier natürlich auch alle Interessenten ermutigen, den Schritt zu wagen. Man hat nichts zu verlieren. Durch die frühzeitige Planung, rund ein Jahr im Voraus, kann man die Termine gut mit Arbeit und Privatleben vereinbaren. Auch ist eine Absage möglich, wenn es dann doch mal gar nicht passt. Was man jedoch auf jeden Fall haben sollte, ist ein starker Wille und eine gewisse Grundfitness. Den Rest bringen wir euch bei. Die Reserve ist kein Hobby wie Fußballspielen. Wir üben für den Ernstfall. Wer nur Uniform tragen, durch den Wald laufen und Bier trinken möchte, kann zu den Reservistenkameradschaften oder den Pfadfindern gehen!

10. Februar 2025
40 Teams à vier Soldatinnen und Soldaten aus sechs Nationen sind 2025 zum „ Eiswolf “ in Dithmarschen angetreten. Die nächtliche Marsch- und Orientierungsübung mit Stationen, Jägern und Gejagten spricht vor allem Angehörige der Reserve an. Knapp 60 Kilometern gilt es zu meistern, möglichst ohne von den Jägern der „Hunterforce“ erwischt zu werden - dazwischen neun Stationen, an denen unterschiedliche Aufgaben gelöst werden müssen. Die Gejagten des Unterstützungsbataillons Einsatz 1 aus Oldenburg war eines von nur sechs Teams, das den Jägern nicht in die Falle ging. Am Ende stand Platz 11. Jäger und Gejagte Am Wettkampf-Wochenende im Februar ist es empfindlich kalt in Schleswig-Holstein . Ein langer Marsch, in der Nacht und am Tage über wassergetränkte Felder und Wiesen, durch Wälder und urbanes Gebiet, ganz im öffentlichen Raum, steht uns bevor. Wir, die gejagten „Runner“ Major Wolfgang G. und die Oberstabsgefreiten Alex M., Mario B. und Jörg H. machen uns bereit. In der Fahrbereitschaft sind auch einige von uns: Leutnant Sebastian P., Oberstabsgefreiter Holger G. und Stabsgefreiter Olaf P. Die Hunterforce ist den Runnern technisch meilenweit überlegen: Polizei- Helikopter, die Heron Aufklärungsdrohne, zahlreiche Thermaldrohnen, Fennek Spähfahrzeuge, viele KFZ, Spürhunde und Nachtsichtgeräte. Alles da. Wir müssen also sehr gut sein - und wohl auch das nötige Quäntchen Glück haben - um nicht geschnappt zu werden. Stationen und Drohnen Am Freitagabend geht es mit Bussen für alle Teams an unterschiedlich Startpunkte. Die Jagd ist eröffnet! Wir navigieren von Station zu Station: Kanaldurchquerung, Abseilen von einer Brücke, taktische Bewegung im Gelände, Gebäude durchsuchen und viele andere Herausforderungen gehören dazu. Dazwischen immer wieder Drohnen am Himmel. Also querfeldein, weg von Straßen und Wegen, wo die Hunterforce mit Macht lauert. Halsbrecherische Flucht Aber es nützt alles nichts. Erster Kontakt mit den Huntern in einem Dorf: An einer kleinen Straße, die in einer T-Kreuzung zu der bewachten Hauptstraße mündet, liegen wir im Gebüsch, um zu sondieren. Ein Fahrzeug der Hunter fährt ahnungslos an uns vorbei. Das ist unsere Chance schnell die Hauptstraße zu überqueren: Also auf! Doch just als einige von uns aufgestanden sind, quietschen Bremsen, die Hunter drehen um und rasen auf uns zu. Einer von uns schmeißt sich wieder hin, die anderen sind schon auf der Straße. Das Hunter-Fahrzeug rauscht an der Deckung vorbei. Haben die Hunter die Kameraden erwischt? Oder sind sie entkommen und wenn ja, wohin? Vorsichtig arbeitet er sich zur der nun unbewachten Hauptstraße vor. Nichts zu sehen. Aber dann: Immer lauter werdendes Stiefelgetrappel, im Laufschritttempo. Es sind zwei seiner Kameraden. Sie konnten entkommen, suchen und finden ihn, nehmen ihn mit zum Vierten im Bunde, der die Suchaktion gesichert hat. Dann die Auflösung: Die drei konnten mit einer halsbrecherischen Flucht den Huntern um Haaresbreite entwischen. Mitten ins Hornissennest Weiter geht’s – nur nicht einrosten. Wenig später ein Sportplatz mit Vereinsheim. Kartenstudium unter Rundumsicherung, Blick durch das Fenster – Feldbetten. Ein Lager der Jäger! Und schon landet auch eine Drohne. Jetzt nur weg, über durchnässte Felder, Gräben und Erdwalle. Nochmal Glück gehabt! Weiter. Ein Himmel voller Drohnen Wir bewegen und auf eine Ortschaft zu. Der Himmel ist voller Drohnen. Ständig müssen wir in Deckung oder über schlammige Äcker gehen, die für die Hunter nur schwer zu erreichen sind, und kommen nur langsam voran. Die haben uns – oder wie durch ein Wunder auch nicht Endlich erreichen wir ein kleines Dorf und bereiten uns auf den Sprung über dessen Hauptstraße vor. Und schon wieder ein Hunter-KFZ! Wir hasten zurück in die Deckung und sprinten direkt in mit Taschenlampen suchende Hunter. Drei von uns lassen sich einfach fallen. Der Vierte schafft es nicht mehr und erstarrt zur Salzsäule, direkt am Rand einer mehr als mannshohen Hecke. Unmöglich ihn zu übersehen. “Die haben uns“, denken alle vier. Scheinwerfer leuchten direkt in unsere Richtung. Bewegungslos und mucksmäuschenstill warten wir auf die Aufforderung, aus der Deckung zu kommen. Aber… nichts! Die sehen uns nicht! Selbst dann nicht, als die Hunter direkt auf der anderen Seite der Hecke entlanglaufen. Dort fassen sie einen einzelnen Runner eines anderen Teams. Zufrieden mit ihrer Beute, ziehen alle ab, ohne die Gegend weiter abzusuchen. Des Einen Leid, war das Glück unseres Teams! Also geht es weiter bis zum Endpunkt des Marsches. Geschafft! Das werden Geschichten fürs Leben und ums Lagerfeuer! Am Ende der Jagd belegt unser Team Platz 11. Nur sechs Teams haben es geschafft, von der Hunterforce nicht geschnappt zu werden. Wir waren eines davon. Text: Eiswolf-Team mit Matthias Hammer Bilder: Alex Magell & Mario Böhm Außerdem: Bericht Eiswolf auf NDR TV
21. Januar 2025
2024 war ein Jahr, das mich sowohl militärisch als auch persönlich enorm geprägt hat. Meine bisherige militärische Ausbildung und meine Kenntnisse im Bergsport durfte ich bei der 7. Kompanie des GebJgBtl 233 weiter vertiefen. Der Wunsch, über den grünen Tellerrand hinauszublicken und Einblicke in die Welt der Gebirgsjäger zu gewinnen, führte mich nach Mittenwald in Süd-Bayern. Dank der Unterstützung unseres Bataillons, insbesondere der S1-Abteilung, durfte ich an mehreren Übungsvorhaben teilnehmen. Mittenwald – Tradition und Herausforderung Mittenwald wird neben der eigenen langen Stadtgeschichte und der wunderschönen Umgebung geprägt durch den traditionsreichen Standort der Gebirgs- & Winterkampfschule sowie dem Gebirgsjägerbataillon 233. In der 7. Kompanie (nicht aktiv) des GebJgBtl 233 fand ich schnell meinen Platz und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln, die mich sowohl körperlich als auch mental herausforderten. Sichtungswochenende – Der erste Eindruck zählt Das Sichtungswochenende der 7./233 war ein intensiver Einstieg in die Welt der Gebirgsjäger. In nur zweieinhalb Tagen erhielten wir Interessierte einen Einblick in die Tätigkeiten dieser besonderen Einheit. Unsere körperliche Leistungsfähigkeit wurde an den unterschiedlichsten Stationen, die mitunter viel abverlangten, auf die Probe gestellt. Doch es ging nicht nur um Fitness: Auch unsere innere Einstellung und Belastbarkeit standen im Fokus. 48-Stunden-Übung im Gelände – Teambuilding Ein besonderes Ereignis war die gemeinsame Übung der Ergänzungstruppenteile der Brigade. Die hierbei durchgeführte 48-stündige Gefechtsübung im Gelände, durchgeführt unter anderem mit PT- Munition, bot eine realistische Simulation von Verteidigungssituationen. Hier arbeiteten die Soldaten:innen der 6./231, 6./232 und 7./233 eng zusammen. Unterstützt wurden wir von erfahrenen Ausbildern und Aufsichtspersonen aus den aktiven Kompanien des GebJgBtl 233. Die Übung bot nicht nur wertvolle Lernerfahrungen, sondern zeigte auch, wie effektiv wir als Team agieren können. Alpine und winterliche Ausbildung – Lernen in besonderer Umgebung Die alpine Ausbildung in Mittenwald war anspruchsvoll und förderte sowohl körperliche als auch geistige Fähigkeiten. Lawinenverschüttetensuche, Verwundetentransporte und das Sichern in absturzgefährdeten Bereichen waren nur einige der Themen, die wir trainierten. Auch die Knotenkunde und der Umgang mit Hochgebirgsausrüstung standen auf dem Programm. Ganz im Selbstverständnis der leichten Infanterie fand die Übung unter körperlich anspruchsvollen Orientierungsmärschen und beim Biwakieren statt. Drohnenschulung – Technik trifft Taktik Ein weiteres, absolut relevantes und daher sehr interessantes Thema war der Umgang mit Drohnen. Ein behördlicher Sachverständiger und Reservist führte uns in die Welt der unbemannten Fluggeräte ein. Theorie und Praxis gingen dabei Hand in Hand: Wie erkenne ich Drohnen akustisch und visuell? Welche Aufklärungs- und Abwehrmöglichkeiten gibt es? Gemeinsam mit dem Aufklärungszug der schweren Kompanie übten wir diese Fähigkeiten und vertieften unser Wissen. Fazit – Ein Jahr voller neuer Perspektiven Dieses Jahr bei den Gebirgsjägern war für mich eine einzigartige Erfahrung. Es hat nicht nur meine militärischen Fähigkeiten erweitert, sondern auch meine persönliche Entwicklung gefördert. Die Kameradschaft und die Unterstützung der Soldaten der 7./233 und des gesamten Bataillons waren außergewöhnlich. Dank der hervorragenden Vernetzung der Kompanie stand uns modernstes Equipment, darunter Nachtsehgeräte der neuesten Generation zur Verfügung, was die Übungen noch effektiver machte. Ich bin dankbar für diese Zeit im Zeichen des Edelweißes sowohl für die Erfahrungen und die Kameradschaft, die ich in Mittenwald erleben durfte als auch für die Möglichkeiten, die mir mein Bataillon geboten hat. Es war ein Jahr, das ich nicht vergessen werde. Text & Bilder: Gregor Mönnig
7. Januar 2025
Zum Jahresauftakt 2025 nahmen sechs Kameraden des Unterstützungsbataillons Einsatz 1 am 16. Neujahrsbrockenmarsch teil. Dies ist schon eine kleine Tradition im Bataillon und wird seit vielen Jahren mit einer Abordnung in den Harz so gepflegt. Rund 150 Reservisten und zivile Gäste traten zum Aufstieg an, um den Gipfel des Brocken auf 1141 Metern zu besteigen. Bei sehr winterlichen Bedingungen und Temperaturen dauerte der Aufstieg etwa zwei Stunden. Die Oldenburger Jäger bedanken sich bei der RK Halberstadt sowie der Landesgruppe Sachsen-Anhalt für die wieder einmal sehr gelungene Organisation. Text & Bilder: Holger Grimmig / Video: Matthias Rohlfs
22. Dezember 2024
Im September 2024 besuchte der Oldenburger Oberbürgermeister Jürgen Krogmann das Bataillon und wurde durch den Kommandeur in die Struktur, Geschichte und den Auftrag des Verbandes im Rahmen eines Arbeitsfrühstücks eingewiesen. Krogmann betonte den Wert der Reserve und freute sich ausdrücklich, dass das Bataillon den Ehrennamen „Oldenburger Jäger“ führt.
21. Dezember 2024
Ein Bereich in dem der Verein seit seiner Gründung einen signifikanten Unterschied gemacht hat, ist in der Außendarstellung des Bataillons in den Medien. Egal ob lokal, regional, national oder international, ob gedruckt oder online, seit es den Verein gibt, ist das Bataillon in den Medien präsent. Hier eine Auswahl aus dem Jahr 2024: NWZ, März 2024 Artikel: „ Oldenburg räumt auf “
12. Dezember 2024
Am 31. Oktober 2024 fand in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin die feierliche Übergabe der Deutschen CISOR Präsidentschaft an Finnland statt, dessen Delegation für die nächsten zwei Jahre die geschäftsführende NATO-Nation sein wird. Für Unteroffizier Fabian S. (im Bild links) vom Unterstützungsbataillon 1 Eins endete hiermit auch auf Grund seines Wechsels in die Laufbahngruppe der Offiziere seine Zeit in der deutschen Delegation. Für sein internationales Engagement für CISOR in den vergangenen zwei Jahren wurde Unteroffizier S. mit der CISOR-Ehrenmedaille in Bronze und der finnischen Ehrenmedallie in Bronze ausgezeichnet. Und auch ein weiterer Kamerad des Unterstützungsbataillons wurde mit der Deutschen CISOR-Ehrenmedaille in Bronze ausgezeichnet. Hauptgefreiter Christopher S. wurde für seine erfolgreichen Einsätze für das CISOR-Wettkampfteam geehrt, an dessen Erfolgen er maßgeblichen Anteil hat.
11. Dezember 2024
B-FO ist die Abkürzung für den Lehrgang der Klasse "B" für "fortgeschrittene" Kraftfahrer und bedeutet soviel, wie das "Umschreiben" des zivilen Führerscheins auf den Bundeswehr-Führerschein. Hierfür ist aber die Kunde der Bundeswehr-Kraftfahrvorschriften von Nöten, im Zuge dessen auch eine Geländeeinweisung ansteht. Wie das beim nicht-aktiven Unterstützungsbataillon Einsatz 1 ablaufen kann, beschreibt dieser Bericht. Oberfeldwebel M. schaut konzentriert auf seine Liste, schreibt zu einem Namen etwas dazu, einen anderen streicht er durch. Ernster Blick in die Runde, es folgt die mündliche Einteilung der auszubildenden Soldaten auf die vorhandenen Fahrzeuge und Fahrlehrer. Der " Zweitonner " bzw. Mercedes Unimog des Typs U 1300 L ist natürlich der Blickfang in dem kleinen Fuhrpark. Auf diesem werden die C1 Kraftfahrer in den notwenigen Einweisungsfahrten ausgebildet. Der "Zweitonner" ist den meisten Soldaten bekannt, an diesem Wochenende ist er auch oft das Bergefahrzeug der leichteren Kraftfahrzeuge.
1. Dezember 2024
Das Presse- und Informationszentrum der Bundeswehr hat unsere 8-Tage-Übung im Oktober 2024 in Hammelburg begleitet, einen Bericht darüber geschrieben und ein Interview mit unserem Kommandeur geführt. Das alles gibt es hier zu sehen. Außerdem Dank an Sandra A., Achim W., Simon R., Lukas H., Matthias H., Carl S. für die Bilder und Videos.
20. November 2024
Der AVZ (Aufklärungs- und Verbindungszug) eines Jägerbataillons (wie dem nicht-aktiven Unterstützungsbataillon Einsatz 1) untersteht im Einsatz direkt dem Kommandeur. Er ist die leichte Aufklärungskomponente des Verbandes, betreibt auf- oder abgesessene Spähaufklärung, einem Angriff voraus oder in der Flanke, erkundet (zum Beispiel Straßen, Gewässerüberquerungen, Räume für den Bataillons-Gefechtsstand) und stellt Verbindung her und hält sie, zum Beispiel durch Relais oder Melder. Mannigfaltige Aufgaben also. Wie der Dienst im AVZ konkret aussieht, schildert dieser Bericht. Ein Freitag im Oktober in Hammelburg. Unsere große Jahresübung beginnt. Erstes Antreten im AVZ. Ich bin neu dabei. Ein weiterer Kamerad, Oberstabsgefreiter Matthias R., ist ebenfalls frisch in den Zug versetzt worden. Insgesamt sind wir zu acht. Hauptmann F. führt den Zug, zwei Oberleutnante, ein Leutnant, ein Hauptgefreiter und wir zwei Oberstabsgefreite komplettieren das Team. Ein weiterer Leutnant soll noch dazu stoßen, am Montag. Ganz schön übersichtlich, denke ich mir. Vom Sehen kenne ich sie fast alle, geübt habe ich mit ihnen außer einem noch nicht. Es geht zur Hindernisbahn, anschließend gleich weiter zur Ortskampfbahn. Auch wenn viele von uns nicht mehr die Jüngsten sind, ziehen wir das alle durch. Abends Waffendrill. Alle sollen auf ein ähnlich hohes Niveau gebracht werden. Oberleutnant H. leitet das Ganze. Mein erster näherer Kontakt zu unserem Gruppenführer. Macht er gut. Auch wenn mir die Tätigkeiten bestens bekannt sind. Dann Theorieblock – AV-Zug. Ich bekomme einen Überblick, was wir eigentlich machen und was von mir erwartet wird. Sichern Gefechtsstand, Erkunden von Marschwegen und Bereitstellungsräumen, Aufklären von Räumen und Objekten, Verbindung halten zu Bataillon, Kompanie und Zug. Ganz schön vielseitig, denke ich mir. Ich freue mich auf die nächsten Tage. Dienstunterbrechung; für mich letzte Vorbereitung für morgen.
7. November 2024
Am 5. November 2024 stellten der Kommandeur, Oberstleutnant Wolfermann, und der Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit (und 1. Vorsitzender des Fördervereins), Fähnrich Dr. Hammer, das Bataillon im Studio des Reservistenverbands in Bonn im Rahmen einer Online-Sendung vor.
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